Deutschlands Handelsüberschuss sinkt trotz Exportplus
Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die deutschen Ausfuhren um 3,9 Prozent, doch weil die Einfuhren noch kräftiger zulegten, schrumpfte der Überschuss auf 105,7 Milliarden Euro.
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Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die deutschen Ausfuhren um 3,9 Prozent, doch weil die Einfuhren noch kräftiger zulegten, schrumpfte der Überschuss auf 105,7 Milliarden Euro.
Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe legte im Juni 2026 um 0,8 Prozent zu, doch die Reichweite verharrt bei 8,9 Monaten.
Im Juni 2026 genehmigten die Behörden 13,8 Prozent mehr Wohnungen als ein Jahr zuvor, im ersten Halbjahr waren es 15,1 Prozent mehr. Die Erholung ist gefestigt, doch von der Genehmigung bis zur fertigen Wohnung bleibt der Weg weit.
Am 11. August 2026 öffnet N26 seine Sofortüberweisungen für Wero. Das bankeneigene europäische Bezahlsystem gewinnt so an Reichweite und wird zum Prüfstein für die von der EZB geforderte Zahlungssouveränität gegenüber Visa und Mastercard.
Zinslose Ratenzahlung, Buy-now-pay-later und der Kauf auf Rechnung fallen ab dem 20. November 2026 erstmals unter das Verbraucherkreditrecht, mit strengerer Kreditwürdigkeitsprüfung.
Mit dem VSAAG-Entwurf überträgt der Bund der BaFin die Rolle der Abwicklungsbehörde und verpflichtet große Versicherer erstmals zu Sanierungs- und Abwicklungsplänen, gut ein Jahr vor der EU-Frist Ende Januar 2027.
Der Großhandelspreisindex des Statistischen Bundesamts zeigt, wie viel Preisdruck in der Lieferkette steckt, bevor er die Verbraucher erreicht, und liefert der EZB einen Frühindikator für einen weiter offenen Zinspfad.
Zum 31. Dezember 2026 hebt die BaFin ihr IT-Rundschreiben vollständig auf, doch der europäische DORA-Rahmen bringt schärfere Melde-, Register- und Testpflichten statt weniger Aufsicht.
Die endgültigen Julizahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, wie stark ein Energie-Basiseffekt und die hartnäckige Dienstleistungsinflation die Teuerung über dem Zwei-Prozent-Ziel halten, und liefern der EZB einen Datenpunkt für einen weiter offenen Zinspfad.
In den Anlagebüchern kleiner deutscher Banken schlummern stille Lasten aus der Zinswende, ein Risiko, das keine Kreditkrise braucht und das die Aufsicht an einer festen Schwelle misst.
Die BaFin führt Gewerbeimmobilien in ihrem Bericht Risiken im Fokus 2026 als eigenes Fokusrisiko: rund neun Prozent der Bankbilanzen, seit 2023 steigende Ausfallquoten und Sonderprüfungen bei stark exponierten Instituten.
Mit der Grundgesetzänderung vom März 2025 nimmt Deutschland Sicherheitsausgaben aus der Schuldenbremse und schafft ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro, ein Bruch mit der eigenen Fiskalkultur.
Mit der Frühstart-Rente und dem Generationenkapital baut der Bund gleich zwei Kanäle, die Ersparnisse dauerhaft in Aktien lenken, eine strukturelle Nachfrageverschiebung für den deutschen Kapitalmarkt.
Die deutschen Ausfuhren erreichen im Juni einen Höchststand, getragen aber nicht von den USA, deren Nachfrage um 14,2 Prozent einbricht und den Vorzieheffekt aus dem Mai umkehrt.
Die Bestellungen legten im Juni real um 3,1 Prozent zu, doch ohne die schwankungsanfälligen Großaufträge schrumpfte das Auftragsbuch, und der Mai-Anstieg fällt nach der Revision fast in sich zusammen.
Die finale 9. MaRisk-Novelle macht das Regelwerk prinzipienbasierter und kürzer, verlangt den Banken aber erstmals eine eigene Governance für Modelle, Daten und KI, und bis zur Umsetzung bleiben nur fünf Monate.
Mit dem Community-Draft A5 und einem Prüfkatalog für den Finanzsektor verschiebt die Cyber-Behörde die Compliance-Frage von den KI-Regeln zum Nachweis, die Kommentierung läuft bis zum 31. August.
Der Mai-Sprung war ein Ausreißer: Der Juni-Rückgang schwächt die These einer Binnenerholung, die gegen straffere Kredite ohnehin schwer zu halten war.
Die europäische Geldwäscheaufsicht hat im Juli ein Bündel neuer Standards vorgelegt. Direkt beaufsichtigt wird erst ab 2028, doch der Aufwand für deutsche Institute beginnt jetzt.
Eine BaFin-Orientierungshilfe stuft KI-Systeme als Teil der IKT ein, damit greifen Meldepflicht, Auslagerungsregeln und Konzentrationsaufsicht der DORA auch für Modelle im laufenden Bankbetrieb.
Nach dem Ja von Bundestag und Bundesrat zum Durchführungsgesetz steht fest, wer die KI-Verordnung in Deutschland durchsetzt: eine koordinierende Zentrale und darunter die vertrauten Fachbehörden, von der BaFin bis zur DAkkS.
Das Bruttoinlandsprodukt legte im zweiten Quartal preisbereinigt um 0,2 Prozent zu, doch das Wachstum verliert an Tempo und stellt EZB wie Bundesregierung vor unbequeme Antworten.
Die europaweite MiCAR-Übergangsfrist endete am 1. Juli 2026 ohne Verlängerung. Deutschland zog über § 50 KMAG sechs Monate früher durch: Seit dem 1. Januar 2026 braucht dort jeder Anbieter die volle Zulassung.
Ab dem 1. August können Versicherer im Vorabverfahren klären lassen, ob sie die neuen Solvency-II-Erleichterungen nutzen dürfen, doch außer den kleinsten Häusern braucht jede Maßnahme die Freigabe der BaFin.